Céline Rübbelke

sie/ihr

Céline Rübbelke

BA

IL

Zu Beginn hatte ich viele verschiedene Ideen und noch keine klare Vorstellung. Meine Gedanken sprangen häufig zwischen den Ansätzen hin und her. Ein bisschen wie ein „Eichhörnchen im Kopf“. Aus diesem Gefühl heraus entstand schließlich die Idee für die Hauptfigur Eddie. Anfangs war er eher als metaphorische Figur gedacht, entwickelte im Verlauf jedoch immer mehr Persönlichkeit und wurde schließlich zum Protagonisten (und zu einem ziemlich süßen noch dazu!). Die konkrete Idee entstand dabei oft nebenbei, während alltäglicher Aufgaben. In einem Moment ertappte ich mich dann selbst: Eigentlich wollte ich mich gezielt an das Projekt setzen, habe dann aber doch den Rasen gemäht, die Küche aufgeräumt oder bin noch schnell einkaufen gegangen. Sogar Löcher in den Wände habe ich zu gespachtelt. Die hatte ich vorher die ganze Zeit ignoriert. Ich hatte großen Respekt vor dem Prozess, da mir bewusst war, dass mir Struktur und Entscheidungen im kreativen Arbeiten nicht immer leichtfallen. Meine Gefühle schwankten zwischen Motivation, Zweifel und Unsicherheit. Es gab Phasen, in denen ich sehr überzeugt von meiner Idee war, und andere, in denen ich alles infrage gestellt und am liebsten niemandem gezeigt hätte. Oft hatte ich das Gefühl, nicht genau zu wissen, was ich eigentlich tue. Im Verlauf habe ich gelernt, dem Prozess mehr zu vertrauen, die vielen Gedanken meines Kopfes nicht zu streng zu bewerten und Schritt für Schritt weiterzuarbeiten. Eine Sache nach der anderen.

Eddie räumt auf

Ein Kinderbuch darüber, wenn "einfache" Dinge nicht klappen wollen

Mein Bachelorprojekt ist ein illustriertes Kinderbuch über das Eichhörnchen Eddie, das eigentlich nur aufräumen möchte. Doch als ihm ein kleines Detail auffällt, ist er schnell abgelenkt und rutscht von einer Aufgabe in die nächste. Aus dem Wunsch nach Ordnung entsteht nach und nach ein immer größeres Chaos. Eigentlich war die Aufgabe doch gar nicht so schwierig … Sicher kennt jede*r diese Momente: Man hat etwas Wichtiges zu erledigen, doch es will einfach nicht gelingen. Man lässt sich leicht ablenken, hat zu vieles gleichzeitig im Kopf, es kommt ständig etwas dazwischen oder man macht plötzlich etwas ganz anderes – und fragt sich irgendwann: „Was wollte ich eigentlich nochmal?“ Das kann frustrierend sein und führt oft dazu, dass man sich selbst kritisiert, besonders in einem ohnehin stressigen Alltag. Mit Eddie wollte ich genau so eine Situation erzählen, weil ich sie selbst gut kenne. Vielleicht finden sich Menschen beim Lesen in Eddie wieder und können darüber schmunzeln. Es wäre schön, wenn wir mit etwas mehr Nachsicht auf solche Situationen und auf uns selbst blicken könnten. Und manchmal hilft es auch, wenn jemand von außen da ist, der einen im Chaos ein Stück begleitet.

Begleitet durch Prof. Felix Scheinberger und Dipl.-Des. Elisabeth Schwarz

Emily Apitz

zum Projekt
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