Daniel R. Convery

er/ihm

Daniel R. Convery

BA

PD

Mein Prozess ist nicht nur technisch, sondern auch gestalterisch. Ich teste nicht bloß, ob etwas schmilzt, sondern wie das Material aussieht, wie es sich verhält, wie es sich bearbeiten lässt und wofür es gestalterisch nutzbar ist. Ich möchte zeigen, dass 3D-Druck-Abfall nicht nur ein Reststoff ist, den man ausschließlich wieder zu neuen druckbaren Filament verarbeitet, sondern ein potenzieller Werkstoff mit eigener Ästhetik und eigenen Eigenschaften ist. Traumhaft wäre es, wenn das Projekt tatsächlich von der FH umgesetzt würde und das Materialhalbzeug von Designer: innen unserer Werkstätten für die Umsetzung ihrer Designprojekte verwendet wird. Da ich sowohl in Mathe als auch in Physik eine große Niete bin habe ich Bedenken, dass ich bei der Werkstoffanalyse und die damit verbundenen Berechnungen bzw. das Prüfverfahren nicht packe. Ich sorge mich, dass ich mit der Professionalität der Chemieingenieur: Innen des Labors für Kunststofftechnologie und Makromolekulare Chemie nicht genügend mithalten kann.

Vom Reststoff zum Werkstoff

Lokale Weiterverarbeitung von PLA-Druckabfällen

Mein Bachelorprojekt beschäftigt sich mit der Frage, wie PLA-Abfälle aus dem 3D-Druck nicht nur recycelt, sondern direkt vor Ort in ein neues Material überführt werden können. Ausgangspunkt sind Fehldrucke, Testdrucke und Restmaterialien, die in Unternehmen und Werkstätten wie dem der FH Münster regelmäßig anfallen. Anstatt diese Abfälle ausschließlich in bestehende Recyclingkreisläufe zurückzuführen, möchte ich untersuchen, ob sie durch Einschmelzen zu nutzbaren Halbzeugen weiterverarbeitet werden können. Diese sollen anschließend auf ihre gestalterischen, funktionalen und bearbeitungstechnischen Eigenschaften hin untersucht und in einem Beispielprodukt angewendet werden. Inspiriert hat mich das Projekt zwischen dem innovativen Potenzial des 3D-Drucks und der großen Menge an Materialabfall, die einerseits bei uns in der 3D-Druckwerkstatt und andererseits bei mir auf meiner Arbeit als Werksstudent anfallen. Mich interessiert besonders, was passiert, wenn man diesen Reststoff nicht als Endpunkt, sondern als Ausgangspunkt versteht. Für mich bedeutet dieses Projekt, dass Gestaltung mehr ist als nur das Entwerfen neuer Formen. Ich möchte mit dem Projekt zeigen, dass Abfall nicht wertlos sein muss, sondern auch der Anfang für etwas Neues sein kann. Design beginnt für mich deshalb nicht erst beim fertigen Objekt, sondern schon bei der Frage, wie wir Materialien nutzen, wiederverwenden und neu überdenken können.

Begleitet durch Prof. Jan Wertel und Sven Henkel B.A.

Jonna Krauß

zum Projekt
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