Julie Delmay

sie/ihr

Julie Delmay

BA

KD

Ich habe im Prozess häufig zwischen zwei Perspektiven gewechselt. Einerseits der Frage nach der Umsetzbarkeit aus schnitt- und verarbeitungstechnischer Sicht. Wie kann Modularität funktionieren? Wie können sich die einzelnen Elemente verbinden? Was ist realistisch tragbar? Andererseits habe ich mich mit der Konsument:innenperspektive beschäftigt, insbesondere damit, wie ein selbst mitgestaltetes Kleidungsstück wahrgenommen wird und wie sich der konzeptionelle Grundgedanke in der Markenkommunikation widerspiegeln und vermitteln lässt. Durch den Wechsel zwischen markenstrategischen Überlegungen und der Produktentwicklung wurde der Prozess zunehmend anspruchsvoller, aber auch interessanter.

Mode als Prozess

Markenprojekt zum Thema Modekonsum

Mein Projekt behandelt die Frage, wie Mode nicht als kurzfristiges Konsumobjekt, sondern als langfristiger, entwickelbarer Teil persönlicher Identität interpretiert werden kann. Ich entwickle eine Marke, die diesen alternativen Konsum vorschlägt. Anhand dieser untersuche ich, wie sich dieses Konzept kommunizieren lässt. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass Modekonsum heute stark von Trends und Austausch geprägt ist, wodurch wenig Raum für individuelle Weiterentwicklung bleibt. Inspiriert hat mich der Gedanke, dass sich Menschen kontinuierlich verändern, während Kleidung oft statisch bleibt. Doch was, wenn Mode als System verstanden wird, das sich mit dem Träger entwickelt? Dies wird durch ein modulares Kleidungsstück ermöglicht, bei dem Elemente variabel ausgetauscht werden können. Dadurch übernimmt die Träger:in eine aktive Rolle im Gestaltungsprozess, in dem Wert vor allem aus der fortlaufenden Veränderung entsteht. Betrachter:innen sollen mitnehmen, dass Konsum nicht zwangsläufig Austausch bedeutet. Kleidung kann ein langfristiges Gestaltungsmittel sein, das persönliche Entwicklung begleitet. Mode wird so zu einem Prozess, der sich mit uns verändert.

Begleitet durch Prof. Alexander Sander und Prof. Dr. rer. pol. Ralf Beuker

Lara Velten

zum Projekt
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