Luisa Friedrich

sie/ihr

Luisa Friedrich

BA

MD

Schon vor meinem Bachelorprojekt wusste ich, dass ich mich nach dem Studium gerne selbstständig machen möchte. Gleichzeitig habe ich gemerkt, wie viele Fragen mit diesem Wunsch verbunden sind. Nicht unbedingt kreative Fragen, sondern eher: Wo fange ich an? Was brauche ich wirklich? Wie werde ich sichtbar? Und wie komme ich irgendwann an Kunden? Lange Zeit dachte ich, mein Projekt würde sich allgemein mit der Selbstständigkeit beschäftigen. Je mehr ich mich damit auseinandersetzte, desto größer wurde das Thema. Steuern, Versicherungen, Bürokratie, Kundengewinnung, Marketing, Portfolio, Website, Social Media. Irgendwann hatte ich das Gefühl, dass alles wichtig ist und gleichzeitig nichts greifbar wird. Deshalb war für mich der Austausch mit anderen Designstudierenden ein entscheidender Schritt. Umfragen und Interviews haben mir mehr geholfen als jede Internetrecherche. Ich war überrascht, wie ähnlich viele Gedanken und Sorgen waren. Die Angst, nicht sichtbar genug zu sein. Die Unsicherheit, ob die eigenen Arbeiten ausreichen. Die Frage, wie man überhaupt die ersten Kund:innen gewinnt. Dabei ist mir etwas aufgefallen: Das Problem ist oft nicht, dass Informationen fehlen. Das Problem ist, dass es zu viele davon gibt. Für fast jede Frage existieren zehn verschiedene Antworten. Anstatt Orientierung zu schaffen, entsteht dadurch häufig Überforderung. Mein Prozess besteht deshalb vor allem darin, Dinge zu vereinfachen. Zu filtern. Zu hinterfragen, welche Informationen wirklich relevant sind und welche nur zusätzlichen Druck erzeugen. Oft denke ich weniger über das Endprodukt nach als über die Menschen, die es später nutzen sollen. Was würde ich mir selbst wünschen, wenn ich heute ganz am Anfang stehen würde? Wahrscheinlich keine weitere Liste mit Tipps, sondern jemanden, der sagt: „Fang einfach an. Du musst nicht alles sofort wissen.“ Genau deshalb möchte ich nicht nur mit Texten arbeiten, sondern auch mit Videos und persönlichen Einblicken. Die Plattform soll nicht perfekt wirken. Sie soll nahbar sein. Aktuell befinde ich mich selbst noch mitten im Prozess. Der Druck steigt und manchmal habe ich das Gefühl, dass noch unglaublich viel vor mir liegt. Mein größtes Learning bisher ist aber, dass Fortschritt selten durch den perfekten Plan entsteht. Meistens entsteht er dadurch, den nächsten Schritt zu machen. Und dann den nächsten.

Designing Visibility

Eine Website zur Unterstützung von Designstudierenden beim Aufbau ihrer professionellen Online-Präsenz

Mein Projekt beschäftigt sich mit der Entwicklung einer Website, die Designstudierende beim Aufbau ihrer professionellen Online-Präsenz unterstützt. Sie bietet Hilfestellungen in den Bereichen Portfolio, Website-Entwicklung und Social Media. Durch Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Videotutorials und praxisnahe Inhalte soll sie Studierenden helfen, ihre Arbeiten sichtbar zu machen und ihre digitale Präsenz eigenständig aufzubauen. Die Inspiration für dieses Projekt entstand aus eigenen Erfahrungen und Gesprächen mit Kommiliton:innen. Viele Designstudierende möchten sich nach dem Studium selbstständig machen oder als Freelancer arbeiten. Gleichzeitig stehen ihnen unzählige Plattformen, Tools und Informationsquellen zur Verfügung. Obwohl es viele Inhalte zu Portfolioaufbau, Website-Erstellung oder Social Media gibt, sind diese oft verstreut und nicht auf die Bedürfnisse von Designstudierenden zugeschnitten. Deshalb möchte ich relevante Informationen bündeln und eine zentrale Anlaufstelle schaffen. Oft bleiben Ideen und Projekte unfertig, weil der letzte Schritt, der tatsächliche Go-Live, eine große Hürde darstellt. Genau hier setzt mein Projekt an. Es soll nicht nur Wissen vermitteln, sondern dazu motivieren, ins Handeln zu kommen und die eigene Präsenz aktiv aufzubauen. Die Website soll Designstudierende auf ihrem Weg in die professionelle Praxis unterstützen und zeigen, dass eine starke Online-Präsenz erlernbar ist.

Begleitet durch Prof. Tina Glückselig und Dipl.-Des. Stefan Denecke

Hannah Molnar

zum Projekt
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