Nike Korioth

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Nike Korioth

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Mein erster Kontakt mit der Goa-Kultur war geprägt von zwei sehr gegensätzlichen Eindrücken: einerseits von einem starken Gefühl von Wärme, Offenheit und Verbundenheit, andererseits von der Erkenntnis, dass diese Kultur von außen oft missverstanden, verdrängt oder nicht ernst genommen wird. Besonders berührt hat mich die Atmosphäre innerhalb der Szene: Menschen begegnen einander mit einem Lächeln, mit Ehrlichkeit und echter Zuwendung. Es entsteht ein Gefühl von Sicherheit und Zusammenhalt, das im Alltag oft schwer zu finden ist. Gleichzeitig habe ich schnell wahrgenommen, dass hinter dieser scheinbaren Leichtigkeit auch ein Kampf steht — darum, Raum einzunehmen, sichtbar zu bleiben und eine Lebensweise zu bewahren, die von vielen nur oberflächlich wahrgenommen wird. Genau dieser Gegensatz hat mein Interesse geweckt. Für mich wurde dadurch deutlich, dass es in dieser Kultur nicht nur um Musik oder Ästhetik geht, sondern um ein echtes Miteinander, um Werte und um das Bedürfnis, trotz äußerer Zuschreibungen einen eigenen Raum zu behaupten.

Die Welt des Goas

eine visuelle Untersuchung, wie Werte, Kultur und Verbundenheit in der Szene gelebt werden.

Dieses Projekt untersucht die Goa-Kultur als sozialen und kulturellen Raum mit eigenen Werten, Ritualen und Formen des Zusammenlebens. Im Zentrum steht ein kollektives Erleben von Freiheit, Präsenz und Verbundenheit, das sich in unterschiedlichen Kontexten zeigt – in gemeinschaftlichen Momenten ebenso wie im Alltag und in zwischenmenschlichen Begegnungen. Während die Szene von außen häufig auf Musik und Party reduziert oder gesellschaftlich marginalisiert wird, prägen innerhalb der Community vor allem Werte wie Gemeinschaft, Achtsamkeit, Offenheit und Naturverbundenheit das Miteinander. Mich interessiert insbesondere, wie sich diese Haltung über konkrete Situationen hinaus fortsetzt und Teil des alltäglichen Lebens wird. Das Fotobuch macht diese oft schwer greifbare Tiefe visuell erfahrbar und eröffnet einen differenzierten Blick auf eine Kultur, die häufig missverstanden oder verdrängt wird. Es zeigt die Goa-Community in ihrer emotionalen Intensität ebenso wie in ihren gelebten Werten und versteht sie als Lebensgefühl und Haltung.

Begleitet durch Prof. Thekla Ehling und Prof. Henning Tietz

Helena Grzembke

zum Projekt
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