Nikita Kleinhans

er/ihm

Nikita Kleinhans

BA

MD

Bei meinen Illustrationen und Comics gibt es einen klaren Prozess: Ich skizziere meine Idee auf Papier, zeichne die Skizze mithilfe meines Leuchttisches auf einem neuen Blatt mit Tusche ab, scanne die Tuschezeichnung ein und nutze digitale Tools zum Kolorieren. Bei meinem Bachelorprojekt bin ich teilweise bei diesem Prozess geblieben. Die Figuren und Hintergründe habe ich erst auf Papier gezeichnet und eingescannt. Doch mein Projekt wird mittels Vektorgrafiken animiert. Dies hat den Vorteil, dass ich nicht durch die Auflösung des Bildes eingeschränkt werde. Außerdem sind Vektoren dynamisch und flexibel. Doch ich hatte mich bisher nicht viel mit Vektorenillustrationen oder -animationen auseinandergesetzt. Sich mit den Eigenschaften von Vektoren und den entsprechenden Programmen vertraut zu machen brauchte Zeit. Manchmal stresst mich das. Wenn ich daran denke, dass die Deadline näher rückt, will ich oft, dass die Sachen einfach funktionieren. Ohne erst noch herausfinden zu müssen, wie ich umsetzen kann, was ich umsetzen will. In diesen Phasen hatte ich oft das Gefühl, kaum weiterzukommen. Egal, wie viel ich am Tag geleistet habe. Es gibt aber gute Tage, an denen Arbeitsprozesse ineinandergreifen, Versuche auf Anhieb gelingen und ich gut vorankomme.

Die Söhne: Stecken im Rindenmulch

Ein animierter Kurzfilm über Schulfreunde, die über Rindenmulch stolpern.

Die Söhne Omar, Siggi, Fabi, Knepp und Willy müssen eines frühen Morgens feststellen, dass ihr Pausenhof-Treffpunkt verändert wurde: Überall ist nun Rindenmulch verstreut. Sicherlich hatte sich die Schulleitung dadurch eine Aufwertung des Schulhofs erhofft, doch für die Söhne stellt sich der Rindenmulch schnell als Problem heraus: Er lockt die neuen Fünftklässler an, die wild darin rum spielen spielen und den Söhnen damit ihren Treffpunkt streitig machen. Mein Film handelt von verletztem Stolz, Rivalität und Freundschaft. Ich habe schon seit vielen Jahren immer wieder neue Ideen für Geschichten, Figuren und ulkige Szenen. Die Ideen dafür kommen mir quasi zugeflogen. Ich bin oft in Situationen, die ich als komisch empfinde und aus denen ich schnell alberne Sketche ableiten kann. Auch dieser Film ist eine Überspitzung eines Erlebnisses meiner Schulzeit. Rückblickend waren es diese Momente, in denen sich meine Freundschaften formten. Darum möchte ich diese Geschichten erzählen. Vor meinem Studium habe ich meine Geschichten als Comics erzählt. Auch „Die Söhne“ war ursprünglich ein Comicprojekt. Doch ich habe schon lange davon geträumt, meine Ideen als animierten Film umzusetzen. Insofern nutze ich meine Bachelorarbeit, um mir diesen Wunsch zu erfüllen. Ich wünsche viel Spaß und Freude mit dem Film!

Begleitet durch Prof. Tina Glückselig und Dipl.-Des. Stefan Denecke

Isabelle Eisermann

zum Projekt
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