Sina Schumacher
sie/ihr
BA
IL
Ich sehe meinen Prozess ein bisschen wie das Meer. Am Anfang hat sich das Projekt turbulent und aufgewühlt angefühlt – voller Ideen, die noch keine Richtung und Ordnung hatten. Eine innere Unruhe und Aufregung begleiteten mich, als ich vor den unendlichen Möglichkeiten für mein Projekt stand. Als ich mein Thema festlegte, wurde die See ruhiger und ich begann, in die tiefe Recherche abzutauchen: über Bücher, Podcasts, Artikel, Papers und persönliche Interviews. Dabei musste ich feststellen, dass ich mir nicht nur Wissen für mein Buch aneignete, sondern auch anfing, mehr über mich selbst und meine Introversion zu lernen. Mit der Entwicklung des Konzepts fing der Wellengang an. Ich habe noch nie in einem Projekt so viele Höhen und Tiefen erlebt. Es gab Zeiten, in denen sich alle Ideen perfekt zusammenfügten und ich voller Euphorie war. Dann gab es andere, in denen ich wieder zehn Schritte zurückgehen musste – und das war schwer. Das Wichtige daran war für mich zu verstehen, dass all das ein wichtiger Prozess ist und man nie das Ziel am Horizont aus den Augen verlieren darf.
Meine Blume blüht drinnen
Ein illustriertes Sachbuch über Introversion für junge Leser:innen
Ich habe für mein Projekt ein Thema gewählt, das mich selbst betrifft und beschäftigt: Ich bin introvertiert. In einer Gesellschaft, in der lautes und extrovertiertes Verhalten oft belohnt wird, kann es schwer sein, den eigenen Weg zu finden. Genau deshalb habe ich ein Buch geschrieben und konzipiert, das sich an junge Menschen ab etwa 10 Jahren richtet und die verschiedenen Aspekte der Introversion erklärt. Eine wichtige Botschaft meines Buches ist, dass sich introvertierte Kinder und Jugendliche in meinem Buch wiederfinden und verstanden fühlen sollen. Dafür begleitet man den Charakter namens Feline, die im Verlauf der Geschichte lernt, ihre eigenen Bedürfnisse, Grenzen und Stärken zu verstehen. Um innere Prozesse eines Menschen nach außen hin sichtbar zu machen, wird das eigene Wohlbefinden in meinem Buch durch eine Blume dargestellt. In den wissenschaftlichen Teilen lernt man, wie man seine „innere Blume“ verstehen und richtig pflegen kann. Dabei geht es zum Beispiel um soziale Erschöpfung, Schüchternheit und den Schritt aus der eigenen Komfortzone. Meine größte Motivation für dieses Projekt war der Wunsch, dass es dieses Buch für mich gegeben hätte, als ich 10 Jahre alt war. So, wie ich glaube, dass es mir geholfen hätte, hoffe ich, dass es introvertierten Leser:innen auf ihrem Weg hilft und extrovertierten Leser:innen ein besseres Verständnis dafür gibt, was es bedeutet, introvertiert zu sein.
- mail sina.schumacher-od@t-online.de
- insta @sina.schumacher
Begleitet durch Vertr.-Prof. Annika Siems und Pei-Yu Chang M.A.